Sorry, you need system administrator rights for that.


Donnerstag, 30. April 2015
Diese Sache mit dem Respekt
Bei vielen Kampfkünsten, à la Taekwondo, Judo o.ä. spielen Respektsbekundungen eine große Rolle.

Gemeint ist zum Beispiel das Verbeugen, vor dem Partner oder dem Trainer. Wobei dies auch immer etwas mit dem bewussten Anfangen und Beenden von Übungen und der Konzentration darauf zu tun hat.
Beim Taekwondo zum Beispiel gehört Respekt auch zu den fünf Grundsätzen.
Letztlich begegnet man diesem Thema aber auch im Alltag.
Es gibt Leute vor denen man Respekt haben sollte, aber dies einem schwer fällt. Manche andere hingegen wirken ganz natürlich respekteinflössend und schlussendlich fragt man sich manchmal auch selbst, wie viel Respekt die Leute vor einem haben. Das Ideal, dass eigentlich jeder Respekt verdient hat, ist manchmal schwer umsetzbar.

Mittlerweile habe ich allerdings festgestellt, Respekt ist nicht nur etwas natürliches, sondern auch erlernbar.
Auch das wird durch Kampfkunst vermittelt, da man sich durch den hohen Stellenwert zwangsläufig damit beschäftigt.
Mir persönlich ist erst vor kurzem aufgefallen, wie viel einfacher und schöner es für einen selbst ist, wenn man sich darin übt andere Leute zu respektieren, auch, wenn es einem schwer fällt.

Hierzu ein Beispiel:
Neulich beim Training war eine neue Frau, dabei, die meiner Meinung nach recht viel geredet hat und teilweise fand ich manches davon unangebracht. Zunächst war ich genervt. Gleichzeitig habe ich mich dafür selbst kritisiert und meine Einstellung überdacht.
Ich habe angefangen darüber nachzudenken, ob ich die Situation nicht anders sehen könnte. Dabei kam ich zu dem Ergebnis, dass sie darin auch positive Eigenschaften vereint hat. Den "Mut" alleine unter fremde Leute zu gehen (eigentlich kein Kunststück, aber für manche trotzdem schwer), Offenheit und eigenständiges Denken, Dinge zu kritisieren und zu hinterfragen.
Ich habe angefangen sie dafür zu respektieren und gleichzeitig war ich weniger genervt.
Ich möchte damit nicht feststellen, dass man alles respektieren sollte, manches geht einfach nicht und sollte geklärt und verändert werden.
Aber wer sich Mühe gibt an jedem Menschen Aspekte zu finden, die man respektieren kann, dann erhält man sogleich ein besseres Menschenbild und eine für sich angenehmere Umgebung.
Und vielleicht, steckt man andere Menschen damit an, mit Leuten respektvoll umzugehen. Oder erhält durch seine Art selbst mehr Respekt.

Grade in Zeiten, wo viel über respektlose Jugend und Wertverlust geklagt wird, schadet es wohl nicht ein bisschen mehr davon in die Welt zu bringen.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Sonntag, 26. April 2015
Kampfsport als Mittel zur Radikalisierung?
Erst vor kurzem erschien folgender Artikel in der rp-online.
(Ich übernehme absolut keine Haftung oder Verantwortung für die Inhalte dieses Links und für jegliche andere, die ich noch teilen werde. Links dienen hier nur zur zusätzlichen Information.)

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/moenchengladbach/islamisten-trainieren-kinder-im-kampfsport-aid-1.5029255

In dem Artikel geht es um eine Kampfsportschule in Mönchengladbach, die von Personen aus der islamistischen Szene geführt wurde. Mittlerweile ist diese glücklicherweise geschlossen worden.

Da stellt sich doch für manch einen die Frage, ob Kampfsportarten und -Künste nicht einen negativen Einfluss haben. Schließlich gibt es auch viele weit verbreitete Vorurteile.

Ein paar möchte ich hier nennen. Sie und meine Kommentare dazu resultieren ausschließlich aus meinen persönlichen Erfahrungen oder Erzählungen von Freunden/Bekannten.

1. Kampfsport kann man heutzutage nicht mehr ernst nehmen, ist ineffektiv.

Dem kann ich nur teilweise zustimmen. Meiner Meinung nach gibt es durchaus viele Leute, die sich kein Stück verteidigen können. Gleichzeitig habe ich auch viele Menschen getroffen, denen ich eine effektive Selbstverteidigung durchaus zutrauen würde. Inwieweit Kampfsport effektiv ist hängt wohl sehr mit dem Training, der Person und vor allem den Zielen zusammen. Damit meine ich nicht, dass jemand, der sowieso schon eine Kante ist sich mit Selbstverteidigung verteidigen kann und jemand schwächeres nicht, sondern mit welchen Zielen man daran geht.
Trainiert jemand nur um etwas fitter zu werden und weil es Spaß macht, wird er sich bestimmt weniger effektiv verteidigen können, als jemand der es genau darauf ansetzt.

2. Kampfsport ist gefährlich.

Ja, bestimmt. Aber weniger als Fußball oder einige andere Sportarten. Sicher kann man sich auch verletzen, aber in einer guten Kampfkunstschule wird auch auf verletzungsfreies Training durch Schutz, Konzentration & gute Körperkontrolle geachtet. Das Ganze unterscheidet sich allerdings bestimmt auch von Stil zu Stil.

3. Und damit wären wir wieder bei dem Ausgangsgedanken:
Kampfsport beeinflusst die Persönlichkeit negativ.

Oft habe ich zum Beispiel gehört, dass man als Kampfsportler zum Schläger oder Prolet wird.

An dieser Stelle möchte ich kurz erklären, warum dies so wirken könnte.
Wer einen Sport macht, probiert sich gerne aus. Damit meine ich nicht auf Wehrlose oder Andere loszugehen, sondern zum Beispiel spielerisches Kämpfen mit Vereinskameraden außerhalb des Trainings beispielsweise im heimischen Garten o.ä.
Oder man redet einfach mit Anderen über interessante/lustige Begebenheiten im Training. Ich denke, dass dies missverstanden werden kann, wenn man dies als Außenstehender mitbekommt. Statt Freunde und Spaß an seinem Sport, wird Freude an Gewalt und Dominanz interpretiert. Dass Notfall-Paragraphen beim Training ebenso vermittelt werden, wie der Versuch bei einem Angriff einfach nicht da zu sein, kommt dabei nicht immer mit rüber.

Das Klischee an sich aber möchte ich entschieden ablehnen. Gerade die traditionellen Kampfkünste beinhalten oft eine Philosophie. Es geht vor allem um die Vereinigung von Körper und Geist und die Vermittlung von Tugenden wie Respekt & Disziplin. Selbst, wenn man sich nur für die sportlichen Aspekte interessiert, so bekommt man trotzdem die positiven Nebenaspekte wie ein besseres Selbstbewusstsein und eine ausgeglichenere Persönlichkeit. Für die Vermittlung dieser Werte sind natürlich die Trainer mitverantwortlich.
Deswegen ist mein Fazit, dass jeder mit darauf achten soll, wie und wer die Personen sind, welche eine Kampfsportschule führen. Schließlich ist es wohl allgemein wünschenswert, dass sich gute Persönlichkeiten entwickeln und Leute einfach Spaß haben, anstatt das Kampfsport für andere Zwecke missbraucht wird.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Samstag, 25. April 2015
Erstmal Hallo
Zu Beginn möchte ich nur kurz erklären, was man in/von diesem Blog erwarten kann und wer ich eigentlich bin.

Ich betreibe seit vier Jahren Taekwondo, finde aber auch diverse andere Kampfkünste sehr interessant.
Allerdings habe ich auch andere Hobbys, bin also vielseitig interessiert.
An Kampfkünsten fasziniert mich auch sehr, dass sie meist einen gedanklichen Hintergrund und damit auch einen, zumindest teils, erzieherischen Wert haben.
In diesem Blog möchte ich also über Kampfsport schreiben. Allerdings nicht hauptsächlich über konkrete Leistung dort, sonder auch viel über "philosophische" Gedanken, die mir dazu und generell kamen. Demnach weiche ich wahrscheinlich manchmal ziemlich von dem eigentlichen Thema ab.
Vielleicht werde ich auch einige Menschen vorstellen, die mich persönlich inspiriert haben (auch, wenn ich sie nicht persönlich kenne z.B Youtuber o.ä).
Damit verfolge ich natürlich KEINE kommerziellen Zwecke, sondern hoffe, dass so vielleicht der ein oder andere Leser dadurch jemanden "kennen lernt", der ihn ebenfalls inspiriert.
Falls ich jemanden zum Nachdenken anregen kann, würde mich das auch sehr freuen. Auch über ein paar Kommentare oder Rückmeldungen zu dem Blog allgemein, wenn ich mal ein bisschen mehr geschrieben habe.

LG einfachnurso

... link (0 Kommentare)   ... comment